🎃 Endlich wieder geerdet – ein wohltuender Blick ins Erd-Element der Traditionellen Chinesischen Medizin (TCM) – Simone Weiß
Die Tage werden merklich kürzer, die Abende kühler – wir nähern uns dem Herbst und genießen noch die letzten schönen Spätsommertage. Genau dieser Übergangszeit zwischen Sommer und Herbst ordnet die Traditionelle Chinesische Medizin (TCM) ein eigenes Element zu: das Erd-Element.
Vielleicht bist Du mit der Traditionellen Chinesischen Medizin noch nicht so vertraut – dann lade ich Dich heute herzlich ein, mit mir einen Blick ins Element ERDE zu werfen. Was ich an diesem jahrtausendealten Wissen so sehr schätze, ist seine Ganzheitlichkeit: Sie verbindet Lebensmittel, Emotionen und Organe zu einem stimmigen Bild und unterstützt Dich genau dort, wo Du es gerade brauchst.
Dem Spätsommer gehört das Erd-Element – es steht für eine starke Mitte: psychische Stabilität ebenso wie unsere Körpermitte mit dem Magen-Darm-System, damit wir alles gut vertragen, verstoffwechseln und optimal mit Nährstoffen versorgt sind. Getragen wird das Erd-Element von Milz und Magen, die aus unserer Nahrung wie aus unseren Erfahrungen Kraft schöpfen. Das Erd-Element ist dabei die Mutter der Elemente, denn alles kreist um die ERDE – es begleitet Dich in jedem Übergang Deines Lebens, zwischen Jahreszeiten wie zwischen Lebensphasen. Deshalb darf es gerade jetzt, mitten im Wandel der Wechseljahre bei uns Frauen zwischen 40 und 65, besonders viel Aufmerksamkeit bekommen, um Dich in den manchmal auch herausfordernden Zeiten gut unterstützen zu können.
Zu jedem Element gehört auch eine Emotion. Die Emotion, die die TCM dem Erd-Element zuordnet, ist das Grübeln – das sich abends im Bett gerne meldet, zusammen mit Sorgen oder dem Gefühl, gerade „nicht in der Mitte“ zu sein. Kommt Dir das bekannt vor? Damit bist Du nicht allein. Die TCM versucht mit Yin und Yang immer wieder Balance in unserem Körper herzustellen – deshalb ist es nichts Schlimmes, sich einmal Gedanken zu machen oder kurz zu grübeln. Erst wenn Du Dich gedanklich dauerhaft im Kreis drehst, ohne weiterzukommen, kann das aus TCM-Sicht Dein inneres Gleichgewicht spürbar aus der Bahn bringen. Was die Milz nicht verdauen kann, bleibt im Bauch liegen, was der Kopf nicht verdauen kann, bleibt als Gedanke liegen. Beides darfst Du liebevoll stärken – und wenn Du dabei Unterstützung möchtest, melde Dich gerne bei mir.
Was Deine Mitte stärkt:
Dem Erd-Element ist der süße Geschmack zugeordnet – gemeint ist nicht Zucker, sondern die natürliche, nährende Süße bestimmter Lebensmittel. Schenk Dir jetzt gerne mehr davon:
- Kürbis, Süßkartoffel, Karotte, Pastinake – süß, wärmend und erdend
- Hirse – das Getreide des Erd-Elements, sanft für die Verdauung und stärkend für die Milz
- Datteln, Maroni, ein Löffel Honig – natürliche Süße statt raffinierter Zucker
- Gedünstetes, geschmortes, gut gekochtes Essen statt roh und kalt
- Feste Essenszeiten und in Ruhe kauen – schon das allein wirkt erdend auf Dich
Und weil ein wärmender Start in den Tag jetzt Dein Nervensystem beruhigt und Dich gut genährt und energiegeladen startet, kommt heute mein Rezept genau dafür:
Rezept: Kürbis-Hirse-Porridge
Für 2 Portionen, ca. 35 Minuten
Zutaten
150 g Hirse
300 ml Wasser oder Hafer-/Mandeldrink (Verhältnis 1:2 – schau zusätzlich auf die Packungsbeilage Deiner Hirse, da es je nach Sorte leicht abweichen kann)
300 g Hokkaido-Kürbis, in kleine Würfel geschnitten
1 EL Kokosöl oder Butter
1 TL Zimt
1 TL frisch geriebener Ingwer (oder ½ TL gemahlener Ingwer)
1 Prise Kardamom
1 Prise Salz
2 EL Ahornsirup oder Honig
Zum Toppen: 2 EL gehackte Walnüsse oder Mandeln, 1 EL Kürbiskerne, wahlweise 1 Löffel Skyr oder Naturjoghurt fürs Extra-Eiweiß
Zubereitung
- Hirse in einem feinen Sieb gründlich abspülen – der wichtigste Schritt gegen Bitterkeit.
- Kürbiswürfel im Kokosöl 3–4 Minuten andünsten, Hirse dazugeben, kurz mitrösten, dann mit Wasser oder Pflanzendrink ablöschen.
- Zimt, Ingwer, Kardamom und Salz einrühren, aufkochen, dann bei kleiner Hitze mit Deckel köcheln, bis Hirse und Kürbis weich sind (Kochzeit nach Packungsangabe Deiner Hirse). Zwischendurch umrühren, bei Bedarf Flüssigkeit nachgießen.
- Vom Herd nehmen, kurz nachziehen lassen, mit Ahornsirup oder Honig süßen, mit Nüssen, Kernen und optional Skyr toppen, warm servieren.
Dieses Porridge bringt das Erd-Element unmittelbar auf Deinen Löffel: der Kürbis mit seiner natürlichen Süße und Wärme, dazu Zimt und Ingwer. Und weil die beste Tageszeit für Milz und Magen laut TCM zwischen 7 und 11 Uhr morgens liegt, ist ein warmes Frühstück wie dieses genau der richtige Moment, um Deine Mitte täglich neu zu stärken.
Gesundheit kann man essen – und sie schmeckt großartig 🤩. Wenn Dir das gutgetan hat und Du mehr von der TCM entdecken oder ein spezielles Thema angehen möchtest, melde Dich gerne für ein kostenloses Kennenlerngespräch: Kennenlerngespräch – Simone Weiß – Gesundheitscoach für Ernährung & Psyche. Ich freue mich auf Dich!