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„Samhain“ – Corinna Siegle

12. Oktober 2026 • 5 Min. Lesezeit

Die Grenze zwischen den Welten wird dünn

Wenn Ende Oktober die Tage kürzer werden, die Blätter fallen und die Natur sich zurückzieht, beginnt eine besondere Zeit: Samhain.

Das alte keltische Fest wird in der Nacht vom 31. Oktober auf den 1. November gefeiert und gilt als Ursprung vieler Halloween-Bräuche. Das altirische Wort bedeutet „Ende des Sommers“. Samhain markierte den Beginn des Winters: Die Ernte war eingebracht, die Felder wurden ruhiger und die dunkle Jahreszeit begann.

Die Nacht, in der die Welten sich begegnen

Samhain galt als Schwellenzeit. Man glaubte, dass in dieser Nacht die Grenze zwischen unserer Welt und der Welt der Verstorbenen besonders durchlässig sei und die Seelen der Toten zu ihren Familien zurückkehren konnten.

Einen ähnlichen Brauch kennen wir aus Mexiko: Dort wird ab dem 31.10. Día de los Muertos gefeiert, bekannt etwa aus dem Disneyfilm „Coco“.

Doch auch geheimnisvolle Wesen aus der Anderswelt gehörten zu den Geschichten. Besonders bekannt ist der Púca, ein sagenhaftes Wesen, das durch die Nacht streifte. Um sich vor bösen Geistern zu schützen, verkleideten sich die Menschen und trugen Masken. Daraus entwickelte sich unter anderem die Halloween-Tradition des Verkleidens. Auch „Süßes oder Saures“ geht auf alte Bräuche zurück.

Feuer, Licht und ein Blick in die Zukunft

Feuer sollten Licht in die dunkle Jahreszeit bringen und Schutz symbolisieren. Auch heute kannst du dieses Ritual aufgreifen: Zünde eine Kerze oder draußen eine Feuerschale an und überlege, was du aus dem vergangenen Jahr loslassen möchtest.

Orakel und Zukunftsbräuche gehörten ebenfalls zu Samhain. Mit Äpfeln, Nüssen oder kleinen Spielen versuchten die Menschen herauszufinden, was das kommende Jahr bringen würde.

Heilpflanzen für deine Samhain-Nacht

Auch Pflanzen spielten in alten Schutz- und Räuchertraditionen eine Rolle. Rosmarin wurde beispielsweise in Irland mit Schutz verbunden. Für ein sanftes Samhain-Ritual kannst du Rosmarin, Beifuß, Wacholder oder Salbei verwenden. Oder gestalte einen kleinen Samhain-Altar mit einer Kerze, Herbstblättern, Kastanien, Äpfeln und Nüssen. Vielleicht findet auch ein Foto eines geliebten Menschen darauf Platz, an den du dich erinnern möchtest.

Denn vielleicht ist das Schönste an Samhain gar nicht das Gruseln. Es ist die Einladung, innezuhalten: Danke zu sagen für das, was war, loszulassen, was nicht mit in den Winter soll, und mit einem kleinen Licht in die dunklere Zeit zu gehen.

Wusstest du schon?

Die Halloween-Kürbislaterne stammt ursprünglich aus Irland. Dort wurden Laternen aus großen Rüben geschnitzt. Erst als irische Einwanderer den Brauch nach Amerika brachten, wurde daraus die heute bekannte Kürbislaterne. Der Kürbis war größer und leichter zu bearbeiten – und wurde so zu einem der bekanntesten Symbole von Halloween.

Ein Beitrag von Corinna Siegle

Anna

Über Corinna Siegle

In ihrer Naturheilpraxis im Raum Heilbronn begleitet Corinna Siegle Menschen auf dem Weg zurück in ihre innere Balance. Als Heilpraktikerin für Psychosomatik und erfahrene Kräuterexpertin betrachtet sie Körper, Geist und Seele als untrennbare Einheit. Ihr Leitsatz „Gesundheit beginnt im Kopf“ spiegelt ihren Ansatz wider: Viele chronische Beschwerden entstehen im Zusammenspiel mit seelischen Belastungen, Stress oder inneren Konflikten. Ziel ihrer Arbeit ist es daher nicht nur, Symptome zu lindern, sondern die Ursachen nachhaltig zu verstehen und zu verändern.

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