Variantenreiches Hummusrezept Frauke Richards

15. Februar 2026 3 Min. Lesezeit

Einen der variantenreichsten und leckersten Aufstriche bzw. Dips, welcher zu vielen Gerichten passt, ist Hummus, der ursprünglich aus Kichererbsen hergestellt wird. Das Grundrezept lässt sich auf unterschiedlichste Art und Weise abwandeln, so dass Ihr mit diesem Rezept eine Vielfalt an Möglichkeiten zum Ausprobieren habt. Es können anstatt Kichererbsen z.B. Süßlupinen oder auch verschiedene Bohnenarten (wie Kidneybohnen, rote oder schwarze Bohnen …) verwendet werden. Dies ergibt eine Farbvariation des Hummus aufgrund der Beschaffenheit der Hülsenfrüchte oder Ihr variiert z.B. mit der Zugabe von Rote Beete zu den Kichererbsen und erhaltet einen leuchtend roten Hummus. Des Weiteren könnt Ihr mit unterschiedlichen Gewürzen den Geschmack verändern. Ihr seht, es ist der Fantasie keine Grenzen gesetzt.

Jetzt aber als erstes das Grundrezept für ca. 350ml Hummus:

Alles, was jetzt für die Kichererbsen geschrieben wird, gilt auch für die Süßlupinen oder für die Bohnen. 

100 g getrocknete Kichererbsen (ergibt ca. 250g gekochte)

Alternativ kann ein Glas/Dose mit 250g Abtropfgewicht genommen werden

2 TL Tahin

2 TL Olivenöl

1-2 TL Zitronensaft

1/2 TL gemahlener Kreuzkümmel

Salz, Pfeffer

Kochwasser mit der Gemüsebrühe aufheben

Die Kichererbsen über Nacht einweichen. Am nächsten Tag die Kichererbsen mit frischem Wasser (ohne Salz) 20min kochen lassen. Das Wasser abschütten und nochmals die Kichererbsen mit Salz oder Gemüsebrühe weitere 25 min köcheln lassen. Das 2. Kochwasser für die Herstellung des Hummus aufheben. 

Wer sich diesen Schritt sparen möchte, kann alternativ ein Glas oder Dose mit schon vorgegarten Kichererbsen verwenden, zu den gesundheitlichen Vorteilen vom Einweichen siehe unten im Exkurs.  

Die Kichererbsen mit den Zutaten von oben in einen Mixer geben und so viel von dem Kochwasser hinzugeben, bis der Hummus zu einer cremigen Konsistenz wird. Im Kühlschrank hält der Hummus ca. 3 Tage.  

Verwendung von Hummus

Der Hummus schmeckt lecker als Dip zu Gemüsesticks und er passt zu allen orientalischen Gerichten.

Kleiner Exkurs:

Samen, Getreide, Nüsse und Hülsenfrüchte enthalten Phytinsäure, die zu den Antinährstoffen zählt. Diese Phytinsäure ist ein natürlicher Speicher von Mineralstoffen (wie Eisen, Kalzium, Zink, Phosphor, Magnesium und Phosphat) und gibt diese für das Wachstum des Keimlings frei. Zusätzlich dient die Phytinsäure als Fraßschutz vor Feinden und schützt den Samen vor zu schnellem Verderben. 

In der menschlichen Verdauung stört die Phytinsäure die Aufnahme der oben genannten Mineralstoffe und führt zu Blähungen. Wenn wir Samen, Getreidekörner, Nüsse und Hülsenfrüchte über Nacht einweichen, werde diese viel bekömmlicher und von den Inhaltsstoffen wertvoller für uns. Die Phytinsäure löst sich auch beim Kochen, deshalb wird das erste Kochwasser am besten weggeschüttet. 

Eine weitere gesundheitliche Steigerung ist, wenn wir die Hülsenfrüchte noch ein paar weitere Tage keimen lassen. Das bedeutet, nachdem sie über Nacht mit Wasser eingeweicht wurden, das Wasser abzugießen und weitere 2-4 Tage in einem Sprossenglas keimen zu lassen. Während dieses 2–4-tägigen Keimprozesses morgens und abends die Hülsenfrüchte gut mit Wasser durchspülen. Zu keinem anderen Zeitpunkt in der Entwicklung der Pflanze ist die Konzentration an wertvollen Nährstoffen so hoch, wie während der Keimphase. 

Anna

Über Frauke Richards

Frauke begeistert mit ihrer Leidenschaft für gesunde und bewusste Ernährung. Sie begleitet Menschen einfühlsam auf dem Weg zu mehr Wohlbefinden und Lebensfreude – mit natürlichen, oft pflanzenbasierten Rezepten und praktischen Tipps für den Alltag. In ihren liebevoll gestalteten Workshops, von fermentierten Köstlichkeiten bis zu Wildkräuter-Kreationen, zeigt sie, dass gesunde Ernährung bunt, lecker und voller Freude sein kann.

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